Berichte

Gott ist LichtDonnerstag, 18.12.2008

Am 3.Adventssonntag, dem 14. Dezember 2008 besuchte Bezirksapostel Armin Brinkmann die Gemeinde Petershagen-Lahde. Das Instrumental-Ensemble und der Gemischte Chor erfreuten in der Wartezeit bis zu Beginn des Gottesdienstes mit Adventsweisen. Nach dem Verlesen des Textwortes aus 1. Johannes 1, Vers 5:

„Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht und in ihm ist keine Finsternis.“

bezog sich der Bezirksapostel zunächst auf den Liedvortrag:


„Kehr ein, o Herr, kehr ein! Verweil nicht vor der Tür. Mein Herze soll die Wohnung sein, nun bleibe stets in mir.“

und sagte, dass der Herr nichts lieber täte, als nämlich einzukehren. Gott werde im Lied als „hoher Gast“ bezeichnet – wenn ein hoher Gast komme, müsse die Stube aufgeräumt sein. So solle nun jeder in einem seelisch aufgeräumten Zustand den Herrn empfangen. Er habe auf seinen Reisen viele unterschiedlichen Gastfreundschaftsriten erlebt, ein östlicher Ritus sei, dass man gleich bei Ankunft eine Tasse Tee gereicht bekäme, etwas später noch eine, die dritte Tasse aber sei das Zeichen, den Besuch nun zu beenden.

Dankbarkeit und Erwartungen
Auf der Fahrt nach Petershagen habe er sich gefragt: „Warum gehst du eigentlich zum Gottesdienst?“ Ein Grund sei die Dankbarkeit. Die Dankbarkeit erfordere, dass man Gott in allen Dingen die Ehre gebe, dass man sich einbringe, tätig sei im Werk Gottes und sie mache sich auch am Opfer fest. Für manchen sei die Dankbarkeit nicht einfach, doch wir sollten sie pflegen und auch nach kleinen Dingen suchen, für die man dankbar sein könne.

In den Gottesdienst komme man mit Erwartungen, Erwartungen würden sich in der Regel an einen Anderen richten. Wie sehe es aus mit den Erwartungen an unsere eigene Seele? Sei es uns möglich, uns nicht zu ärgern, den schrägen Blick, das ungeschickte Wort als ungeschehen zu sehen? Es müsse unser Anliegen sein, selig zu werden. Wir müssten unsere Haltung überprüfen und uns so einstellen, dass es Gott leicht falle, uns zu segnen.

Äußere und innere Entwicklung
Das vorgelesen Bibelwort habe der Stammapostel bei seinem Besuch zum 25-jährigen Jubiläum in Angola verwendet – aus 2 Seelen vor 25 Jahren seien nun viele Gemeinden mit 200 000 Geschwistern geworden. Diese äußere Entwicklung sei schön und wichtig, aber ebenso wichtig sei auch die innere Entwicklung in jedem von uns. „Gott ist Licht“ heiße es in dem Wort; dieses Licht habe 3 Komponenten: es gebe Klarheit, Leben und Wärme. Gottes Licht habe immer die selbe Kraft. Wie sei es möglich, dass die Sonne in Angola so heiß brenne und unsere Wintersonne viel weniger Kraft zu haben scheine? Nicht die Sonne sei eine andere, sondern unsere Stellung zu ihr. Wenn Gottes Kraft manchmal nicht richtig wirken könne, so käme das, weil unsere Stellung zu ihm eine andere sei.

Gottes Wille sei es, dass allen Menschen geholfen werde und wir müssten unser Teil dazu beitragen, den Menschen zu helfen. Gottes Liebe und Wärme sei sein Wesen und diese Liebe sei in unsere Herzen ausgegossen. Wie die Schöpfung sich seit jeher immer weiterentwickelt habe, so müssten auch wir für eine positive Weiterentwicklung sorgen. Der Herr müsse im Mittelpunkt unseres Seins stehen.

Gott habe seinen Sohn als Licht der Welt auf diese Erde gesandt, Jesus sei nicht gekommen, um uns zu richten. Aber die Menschheit richte sich selbst, weil sie die Finsternis mehr liebe als das Licht (Johannes 3, 19). Jesus habe den Auftrag, Licht zu sein, an die Apostel weitergegeben, das Apostelamt sei ein Amt des Lichtes und des Heils. Wer das Wort Gottes annehme und umsetzte, könne sicher sein, auch von Gott angenommen zu werden. Auch wir wollen und sollen Licht sein, dieses Licht der Klarheit, des Lebens und der Wärme mache uns in der Entscheidung für Gott unerschütterlich. Wie es einst Bezirksapostel Streckeisen gesagt habe: „Ich habe mich für den Herrn entschieden und dabei bleibt’s!“

Bonsaiglauben?
Die ersten Jünger seien ohne Fragen einfach nachgefolgt, nicht so Johannes der Täufer, der ganz zerrissen und ungewiss war. In Afrika erzähle man sich die Geschichte von einer großen Trockenheit und dem Vorhaben der Menschen unter Anleitung des Medizinmanns mit Beten, Singen und Tanzen den Regen herbeizurufen. Als nun der Tanz begonnen werden sollte, gab der Medizinmann nicht die entsprechenden Zeichen, sondern schaute auf einen kleinen Jungen. Und so richtete sich allmählich die ganze Aufmerksamkeit auf diesen Jungen – er war der Einzige, der einen Regenschirm mitgebracht hatte. Man würde Gott um vieles bitten, aber glaube man auch so richtig daran – glaube man wirklich an die Wiederkunft Christi und lebe man auch dieser Verheißung entsprechend?

In Japan habe er einmal einen Wald aus Bonsaibäumen gesehen, Bäume die kleingehalten werden indem man jeden neuen Trieb abschneidet. Wir sollen keinen Bonsaiglauben haben, Leben muss sich entfalten und das göttliche Leben in uns müsse wachsen. In den Gemeinden müsse Wärme sein. Man solle nicht so empfindlich sein, ein schönes Verhältnis haben, sich immer wieder annehmen – ein schönes Miteinander, ein schöner Umgang, dann sei es warm in den Gemeinden.

Bezirksevangelist Jürgen Brömmelmeier wies in seinem Mitdienen auf die Psalmen 105 und 106 hin – auch wir sollten Gottes Güte und Gnade preisen und erzählen, was er uns alles Gutes getan habe. Dann ging er noch auf die rechte Stellung zu Gott ein. Wenn man direkt unter einer Lichtquelle stehe, sei der Schatten nur unter den Füßen, das sei die kleinstmögliche Schattenbildung, bewege man sich weiter weg, würde der Schatten immer größer. Ein kluger Mann habe einmal gesagt, Weisheit sei, zu wissen, was richtig ist und Klugheit, es auch zu tun.

Bezirksevangelist Helmut Hartwig sagte, dass es Licht geworden sei, klar und warm. Wenn man nun wieder in die Zeit hineingehe und das Eine oder Andere erleben müsse, dann zeige sich, wie viel man von diesem Licht aufgenommen habe. Man könne nur soviel abgeben, wie man auch aufgenommen habe. Im Lehrbuch für den Konfirmandenunterricht finde man ein sehr anschauliches Bild: Gefäße, die Regenwasser auffangen sollen, Gefäße mit verschieden großen Öffnungen, eines sei halb mit einem Deckel abgedeckt, eines sei sogar umgestülpt, die Öffnung zeige nach unten. Je offener wir seien, desto mehr Wahrheit, Licht, Klarheit und Wärme könne in uns hineinfließen.

Apostel Walter Schorr fügte noch an, dass Dankbarkeit immer in Bewegung sei. So habe Abraham sich aufgemacht, den Herrn zu empfangen, auch Elia konnte nach der Stärkung wieder tätig werden, die Jünger hätten böse Geister ausgetrieben und auch an uns ginge der Aufruf „mache dich auf und werde Licht“.

Zum Schluss sagte der Bezirksapostel, dass man unter dem göttliche Licht manchen Flecke sehe, der aber nun durch die Gnade entfernt werden könne. Und zur Freude der Geschwister übernahm er zusammen mit Apostel Schorr das Austeilen des Abendmahls, da es ja „eine überschaubare Gemeinde“ sei. Das Abendmahl für alle anvertrauten Seelen im Jenseits nahmen stellvertretend für die Gemeinde deren Vorsteher Ralph Janzen entgegen und stellvertretend für den Bezirk Bezirksältester Raimund Knoll.
 

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hpt / dm